05.05.2015

Studentenwohnheim in Hof

Auf dem Campusgelände der Hochschule Hof wird im kommenden Jahr ein neues Studentenwohnheim entstehen.


Sieger des Realisierungswettbewerbes wurde 

"Haus-mit-Zukunft | Architekten + Ingenieure", Erfurt

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll:

„Die Verfasser setzen ein gerundetes Dreieck (Kreiskolben eines Wankelmotors) auf das Grundstück. Mit der leichten Drehung wird hierbei geschickt ein Schwerpunkt in der langen zukünftigen Achse der Hochschule gesetzt. Der dabei entstehende kleine Vorplatz unterstreicht diese Geste wohltuend.

Alle Erschließungen werden an diesem Vorplatz gelöst, sodass eine eindeutige Adresse entsteht. Richtigerweise liegt hier der Gemeinschaftsraum, der aufgrund seiner Orientierung nach Außen zur südlichen Platzfläche und nach innen zum gemeinschaftlichen Hof eine wichtige kommunikative Rolle sowohl für die Hausgemeinschaft aber auch für das Campusleben leisten kann.

Die gewählte Form des Baukörpers ermöglicht eine wirtschaftliche und übersichtliche innere Erschließung des viergeschossigen Baukörpers. Die Verfasser haben die maximal mögliche Anzahl an Wohnungen untergebracht ? alle Wohneinheiten und Appartements sind gut möblierbar und öffnen sich aufgrund der leicht konisch nach außen laufenden Zimmer subtil zum Außenraum. Positiv ist zudem die Zonierung der Zimmer. Der kommunikative Teil der Küche mit kleinem Essplatz orientiert sich nach innen zur Hausgemeinschaft, Schlafen und Arbeiten orientieren sich nach außen, dazwischen liegt die Nasszelle. Die besonderen Wohneinheiten fügen sich gut in die statische Struktur ein und haben gute Grundrisszuschnitte.

Der Fahrradraum ist zu klein. Das angebotene energetische Konzept ist schlüssig. Die Wirtschaftlichkeit des kompakten Baukörpers scheint trotz der nicht orthogonalen Struktur gegeben, auch weil die Verfasser es schaffen ohne Unterkellerung auszukommen und der Entwurf einen hohen Vorfertigungsgrat der seriellen Fassadenmodule bietet. Die Arbeit ist ein überraschend selbstbewusster, aber auch integrierender Beitrag für den Campus und bietet durch seine Form eine Offenheit für die weitere Entwicklung des Hochschulgeländes.“